Andreas Babler, Chef der SPÖ und Vizekanzler, hat seinen schrittweisen Rücktritt aus der Politik bekanntgegeben. Er wird seine Ämter bis Jahresende ausüben und dann Finanzminister Markus Marterbauer als Nachfolger übergeben. Babler bleibt als Minister bis 2027 im Amt.

Babler wird im Januar als Vizekanzler für Finanzminister Marterbauer Platz machen. Marterbauer, der sich derzeit der Heilung seiner Krebserkrankung widmet, soll Bablers Nachfolger werden. Babler wird auch als Minister bleiben, sofern Marterbauer dies wünscht.

Die Entscheidung wurde nach stundenlangen Krisengesprächen getroffen. Babler wird unterstützt von Klubobmann Philip Kucher und Frauenvorsitzenden Eva-Maria Holzleitner. Diese beiden werden vorübergehend die Führung der Bundes-SPÖ übernehmen.

Der burgenländische SPÖ-Chef Doskzozil hat zugesagt, den Kompromiss nicht durch öffentliche Kritik zu konterkarieren. Er kehrt erst zurück, wenn Babler nicht mehr im Parteigremium sitzt.

Die Landesparteichefs drängten Babler möglicherweise zum Rückzug. SPÖ-Chef Martin Winkler spricht von einer gemeinsamen Entscheidung. Babler selbst bleibt aber als Vizekanzler bis Jahresende im Amt.