Die SPÖ hat am Sonntag eine vorläufige Lösung für die Führungsfrage gefunden. Andreas Babler wird am Jahresende den Parteivorsitz abgeben, Finanzminister Markus Marterbauer soll Vizekanzler werden. Die Entscheidung folgt auf eine Sitzungsmarathon, bei dem die Partei den Weg für den Umbau ebnete.

Eva Maria Holzleitner aus Oberösterreich spielt eine zentrale Rolle im Parteiaufbau. Sie wird als Schlüsselfigur im Umfeld von Babler und Marterbauer gelistet. Babler wird zwar den Vorsitz abgeben, aber sein Abschied wird auf Raten erfolgen.

Die Politologin Katrin Praprotnik betont, dass das Führungsproblem der SPÖ nicht gelöst ist. Die Personaldiskussionen werden noch Wochen und Monate andauern. Die grundlegende Frage bleibt, wer der Hoffnungsträger für die Parteispitze sein wird.

Die SPÖ hat damit einen Schritt im Kampf um die politische Zukunft unternommen. Die neuen Strukturen sollen Ruhe in die Partei bringen. Doch die tiefen Wurzeln der Probleme bleiben unverändert.