Die SPÖ hat sich auf eine vorläufige Lösung für die Führungsfrage geeinigt. Andreas Babler, Parteichef und Vizekanzler, wird sich schrittweise von seinen Ämtern zurückziehen. Er wird bis Jahresende bleiben, um die Übergabe zu ermöglichen. Finanzminister Markus Marterbauer soll ab dann Vizekanzler werden. Die Entscheidung folgt auf einen langen Machtkampf innerhalb der Partei.

Die SPÖ-Spitze hat am Sonntag eine Einigung erzielt. Babler wird nicht vollständig aus dem Parteiaufbau aussteigen, sondern sich schrittweise zurückziehen. Gerhard Zeiler, der die Führungsdebatte mit einer Bewerbung in der „Kronen Zeitung“ ausgelöst hatte, wird nicht die Partei übernehmen. Stattdessen wird Eva Maria Holzleitner eine zentrale Rolle im Umbau spielen.

Die Situation ist komplex. Die SPÖ regiert mit der konservativen ÖVP und den liberalen Neos. Die innenpolitische Stabilität wird durch die Führungsfrage beeinträchtigt. Sven Hergovich, SPÖ-NÖ-Chef, begrüßte den Schritt als „wichtiges Signal für eine gute Zukunft der SPÖ“. Dennoch bleibt die Partei in einer Krise. Die neue Führung wird noch nicht vollständig geklärt. Die SPÖ hat bislang drei Parteichefs. Die Zukunft der Partei bleibt ungewiss.