Andreas Babler, Chef der österreichischen Sozialdemokraten (SPÖ), hat seinen Rückzug aus der Parteispitze und von seinem Amt als Vizekanzler angekündigt. Er werde sich schrittweise von beiden Positionen zurückziehen, sagte Babler am Sonntag. Der Übergang solle Anfang 2027 vollständig abgeschlossen sein.

Die SPÖ hat sich nach langen Debatten auf eine Zwischenlösung geeinigt. Babler bleibt bis Jahresende im Amt, während Finanzminister Markus Marterbauer als neuer Vizekanzler fungiert. Die Partei hat zudem beschlossen, dass Eva Maria Holzleitner, eine Oberösterreicherin, eine zentrale Rolle im Umbau der SPÖ spielen wird.

Babler war seit seiner Wahl zum Parteichef 2019 in der Öffentlichkeit stark präsent. Sein Rückzug markiert einen tiefen Bruch mit der bisherigen Politik der SPÖ. Die Partei hat sich auf einen Wechsel an der Spitze verständigt, nachdem Babler seine Positionen schrittweise aufgibt.

Der Wechsel an der Parteispitze folgt auf eine innere Krise innerhalb der SPÖ. Babler war von Beginn an umstritten, wurde verehrt und angefeindet. Sein Rückzug wird als notwendig angesehen, um die Partei neu zu organisieren und eine geordnete Übergabe zu ermöglichen.

Die SPÖ hat sich in den letzten Wochen stark verändert. Die neue Führung wird von einer Kombination aus Erfahrenen und Neuen geprägt. Babler bleibt bis Jahresende im Amt, während die neue Struktur sich schrittweise etabliert. Die Partei will sich neu aufstellen, um in der Politik wieder eine führende Rolle zu spielen.