Kärnten wird von der WWF kritisiert, weil der Schutz der Flüsse in der Region als unzureichend angesehen wird. Laut dem Umweltverband sind 77 Prozent der ökologisch wertvollen Flussstrecken in Österreich von Verschmutzung betroffen. In Kärnten seien besonders viele Flussabschnitte nicht ausreichend geschützt.

Der Energie- und Wirtschaftsreferent von Kärnten, Sebastian Schuschnig (ÖVP), lehnt die Vorwürfe ab. Er betont, dass Kärnten ein Wasserkraftland sei und daher eine besondere Rolle im Flussschutz spiele. Schuschnig verweist auf die Wichtigkeit der Wasserkraft für die Region.

Die Kritik des WWF betrifft insbesondere die Lieser, ein Fluss in Kärnten. Die Organisation warnt vor den Folgen der mangelhaften Schutzmaßnahmen für die ökologische Vielfalt. Die Daten stammen aus einer jüngsten Studie, die den aktuellen Stand der Flussverschmutzung in Österreich analysiert.

Der Flussschutz ist ein kontroverses Thema in Österreich. In anderen Bundesländern werden ähnliche Vorwürfe erhoben, doch Kärnten betont seine besondere Situation. Die WWF fordert eine stärkere Durchsetzung der Schutzmaßnahmen für die Flüsse. Die Diskussion um den Flussschutz wird in den nächsten Monaten weitergeführt.