Österreichs CO2-Bilanz steigt deutlich, wenn auch die Treibhausgase aus im Ausland produzierten Produkten berücksichtigt werden. Laut der offiziellen Klimabilanz emittiert das Land mehr als 65 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente. Durch die Einbeziehung der Emissionen aus importierten Gütern steigt dieser Wert um 40 Prozent. Die globulärkritische NGO ATTAC fordert, dass Importemissionen in die Klimaziele einbezogen werden müssten.

Die Berechnung berücksichtigt nicht nur die Emissionen innerhalb Österreichs, sondern auch die Treibhausgase, die bei der Produktion von Gütern im Ausland entstehen. Diese zusätzlichen Emissionen sind laut ATTAC ein entscheidender Faktor, um eine realistische Klimapolitik zu entwickeln. Die NGO betont, dass derzeit die Klimaziele nicht die globalen Auswirkungen berücksichtigen.

Die Diskussion um die Einbeziehung von Importemissionen ist Teil eines breiteren Trends, der die globale Verantwortung für Klimaschutz in den Fokus rückt. Viele Länder diskutieren ähnliche Ansätze, um die Umweltwirkung von Produkten zu messen. In Österreich wird nun geprüft, ob die aktuellen Klimaziele angepasst werden müssen, um die wahren Emissionen zu berücksichtigen. Die Ergebnisse könnten den Klimaschutz in der EU und weltweit beeinflussen.