Die Grazer Stadtregierung hat am Dienstag ein zweites Sparmaßnahmenpaket vorgestellt, nachdem der Rechnungshof bereits Empfehlungen zur Verbesserung der Finanzlage veröffentlicht hatte. Der Rechnungshof hat dabei gezeigt, dass einige seiner Vorschläge bereits in den Sparplänen der Stadt enthalten sind.

Die Stadt Graz hat in den letzten Tagen mehrere Sparmaßnahmen ergriffen, darunter Kürzungen bei Sponsoring-Beiträgen. Die 99ers, ein lokaler Fußballverein, haben als Reaktion auf diese Maßnahmen das Wort „Graz“ aus ihrem Namen und Logo gestrichen. Der SK Sturm, ein weiterer Verein, hat das Wort „Graz“ im Logo der Europaleague verdeckt. Die Vereine planen zusätzliche Proteste, wobei das Grazer Derby am Sonntag als mögliches Großprotest-Event in Erscheinung tritt.

Die Sparmaßnahmen der Stadt Graz sind Teil einer breiteren finanziellen Krise, die aufgrund von steigenden Ausgaben und geringeren Einnahmen entstanden ist. Der Rechnungshof hat in seiner Bewertung darauf hingewiesen, dass die Stadt weitere Maßnahmen benötigt, um ihre Finanzlage zu stabilisieren. Die lokale Gemeinschaft reagiert mit wachsendem Unmut, insbesondere aufgrund der Auswirkungen auf die lokalen Vereine.