Ein ehemaliges Lager in der Birago-Kaserne Melk hat am 2. Oktober erneut den Raum für ein Gedenken an die 1946 stattfindenden Abschiebungen eingeräumt. Die Veranstaltung, organisiert vom Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ), zog zahlreiche Teilnehmer an. Eine sechsjährige Kinderfrau erinnerte an ihre damalige Erfahrung, als sie durch das Lager ging. Die Gedenkstätte dient als Zeichen für historische Wahrheit und Versöhnung. Die Veranstaltung lehnte Kollektivschuld ab und betonte die Notwendigkeit einer aufrichtigen europäischen Versöhnung. Die Teilnehmer betonten die Bedeutung der Erinnerung und der Aufklärung. Die Gedenkstätte in Melk bleibt ein Ort der Reflexion und des Dialogs. Die Veranstaltung markiert einen weiteren Schritt in der Auseinandersetzung mit der Geschichte.