Andreas Babler, Vizekanzler und Parteichef der SPÖ, hat am Samstag bestätigt, dass er den Parteivorsitz nicht zurückgeben wird. Er habe vor sechs Monaten mit der Wiederwahl am Parteitag einen „klaren Auftrag“ erhalten, sagte Babler am Rande einer Veranstaltung. Gleichzeitig signalisierte Medienmanager Gerhard Zeiler seine Bereitschaft, den Parteivorsitz zu übernehmen. Zeiler, der bereits in der Vergangenheit als Kandidat für die Parteiführung in Frage kam, hat bisher keine konkreten Programme vorgelegt, doch seine Forderungen weichen vom Mainstream ab.
Die SPÖ steht vor einer möglichen Führungsdebatte, nachdem Zeiler seine Kandidatur bekanntgegeben hat. Babler sieht sich aufgrund schlechter Umfragewerte wachsendem Druck ausgesetzt. Die steirische SPÖ reagiert zurückhaltend, während Zeiler in der Offensive ist. In einem Interview mit der „Kronen Zeitung“ hat Zeiler am Wochenende seine Kandidatur offiziell verkündet.
Die Parteibasis wird entscheiden, wer die Zukunft der SPÖ leitet. Babler betont, dass er den Posten nicht aufgibt, und Zeiler betont, dass er „der Richtige“ sei. Die Debatte könnte Monate andauern, da beide Kandidaten unterschiedliche politische Positionen vertreten. Die SPÖ wird nun in der Offensive sein, um die beste Führung für die Partei zu finden.


























