Die österreichische E-Control hat ein neues Stromnetzgesetz eingeführt, das ab 2027 die Abrechnung der Stromnetzkosten verändert. Bislang wurden die Kosten anhand des Gesamtverbrauchs berechnet. Ab 2027 wird stattdessen der gleichzeitige Stromverbrauch berücksichtigt.

Die E-Control führt ein neues System ein, das den Verbrauch im Moment des Strombedarfs als entscheidendes Kriterium für die Kostenberechnung nutzt. Dieses Modell soll die Effizienz des Stromnetzes erhöhen und gleichzeitig die Kosten transparenter machen.

Das neue Gesetz ist Teil einer umfassenden Reform der Stromnetzabrechnung, die darauf abzielt, die Nutzung von Strom effizienter zu gestalten. Haushalte, die Smart-Meter installiert haben, profitieren von der Änderung, da sie den Verbrauch in Echtzeit verfolgen können. Die E-Control betont, dass die neue Methode die Kosten für die Stromversorgung fairer verteilt.

Die Reform folgt auf jahrelange Diskussionen und Studien, die aufzeigen, dass der gleichzeitige Verbrauch einen signifikanten Einfluss auf die Netzbelastung hat. Die E-Control hat mit der Umsetzung des neuen Systems begonnen und plant, die Auswirkungen der Reform im Laufe des Jahres 2027 zu beobachten.