Die Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde am Kepler Universitätsklinikum in Linz hat in Oberösterreich erstmals ein neues Cochlea-Implantat eingesetzt, das vollständig unter der Haut liegt. Die Technologie wurde weltweit bisher nur etwa 30 Mal angewendet. Eine zweifache Mutter aus der Region kann nun rund um die Uhr hören.

Das Implantat ermöglicht eine deutlich verbesserte Hörwahrnehmung, da es nicht sichtbar ist und die äußere Haut nicht durchbohrt wird. Die Patientin, die bereits zwei Kinder hat, berichtet, dass sie seit der Operation glücklich und tränennass sei. Die Behandlung war nach Angaben der Klinik eine komplexe, aber erfolgreiche Operation.

Die Technologie ist neu und noch nicht allgemein verfügbar. Sie wird in der Regel für Patienten mit schweren Hörstörungen angewendet. In Oberösterreich ist dies der erste Fall, bei dem das Implantat eingesetzt wurde. Die Klinik betont, dass die Technik weiterhin in der Forschung und Entwicklung ist und in Zukunft möglicherweise breiter angewendet werden kann.

Die Entwicklung des Cochlea-Implantats ist Teil einer globalen Initiative, um Hörstörungen effektiver zu behandeln. In den letzten Jahren gab es zahlreiche Fortschritte in der Medizintechnik, die die Lebensqualität von Betroffenen verbessern. In Oberösterreich wird die Klinik weiterhin eng mit internationalen Forschungsteams zusammenarbeiten, um neue Behandlungsmethoden zu entwickeln.